
Die großen Bauprojekte in der Innenstadt haben Spuren auf den Straßen hinterlassen. Auch Rothenburg und Königsstraße benötigen jetzt eine Sanierung. Den Anfang macht seit dieser Woche die Rothenburg bis zur Einmündung Königsstraße, von dort geht es weiter bis zur Einfahrt in die Arkaden-Tiefgarage. Für die Baumaßnahmen ist eine Vollsperrung bis November nötig, Fußgänger und Radfahrer können jedoch den Bereich weiterhin passieren.
Unterdessen gab es schlechte Nachrichten von der Polizei, denn diese hatte einen Anstieg der Gewaltdelikte für das vergangene Jahr zu vermelden. Erstmals gab es über 1000 solcher Verbrechen, was zudem einen über 10-prozentigem Anstieg gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Wenngleich sofort relativiert wird, dass die Entwicklung nicht "dramatisch" seien und zumindest in Teilen "selbstverschuldet", durch verstärkte Präsenz in Problembereichen, wodurch so Manches zur Anzeige käme, was zuvor vielleicht unter den Tisch gefallen wäre. Dennoch werde man die Entwicklung im Auge behalten.
Was viele Bürger aus den Augen verloren haben, kam an diesem Freitag mal wieder unter den sprichwörtlichen Hammer: Die Fundsachen, die in den vergangenen Monaten von ihren Eigentümern nicht abgeholt worden sind, wurden in der Fundfahrradstation am Industrieweg versteigert. Neben Fahrrädern und Mopeds waren vor allem wieder Mobiltelefone und andere kleine Teile zahlreich verlustig gegangen und haben nun neue Besitzer gefunden.
Im alten Besitz, jedoch in dringen überfälligem neuen Glanz wird sich künftig die "Baracke" am Aasee befinden. Nach zähen Verhandlungen zwischen AStA und Uni begleitet von fortschreitenden Verfall des Gebäudes steht nun endlich fest: Das Gebäude in der Scharnhorststraße 100 wird abgerissen und die WWU wird an gleicher Stelle einen gleich großen Neubau errichten. Die Rektorin der WWU, Prof. Dr. Ursula Nelles, und die Vorsitzende des AStA, Clarissa Stahmann, haben während des Rektorats-Empfangs für den neuen AStA bereits eine entsprechende "Überlassungs- und Nutzungsvereinbarung" unterzeichnet. "Es hat lange gedauert, um den sehr unerfreulichen Zustand zu beenden. Aber jetzt haben wir eine gute Lösung für beide Seiten gefunden", betonte Ursula Nelles. "Das Rektorat hält Wort und stellt dem AStA neue Räume zur Verfügung." Auch Clarissa Stahmann lobte die Übereinkunft. "Eine Einigung war notwendig. Lange Zeit war unklar, was mit dem kulturellen Zentrum 'Baracke' geschehen soll. Wir sind froh darüber, mit dem Neubau auch weiterhin einen Raum für studentische Kultur und natürlich auch für die Fachschaften zur Verfügung stellen zu können."